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Osteosarkom

Ätiologie

Eindeutige Risikofaktoren lassen sich bisher nur bei etwa 10% aller Patienten mit einem Osteosarkom ableiten. So besteht eine genetische Prädisposition bei einigen Syndromen, die mit einem Funktionsverlust von Tumorsuppressorgenen einhergehen. Bei einer Mutation des Retinoblastom1-Tumorsuppressor-Gens findet sich ein 500-1000-fach und beim Li-Fraumeni-Syndrom mit einer p53 Keimbahnmutation ein 15-fach erhöhtes Erkrankungsrisiko für Osteosarkome. Auch bei Patienten mit Bloom-, Werner- und Rothmund-Thomson-Syndrom finden sich gehäuft Osteosarkome. Weiterhin kann die Osteosarkomentstehung durch ionisierende Strahlen oder alkylierende Substanzen begünstigt werden sowie im höheren Lebensalter durch die Paget’schen Erkrankung. Osteosarkome zählen zu den häufigsten Sekundärmalignomen nach Krebstherapie im Kindsalter.